Die Restaurierung

Abhängig von Alter und Erhaltungszustand des Hauses können unterschiedlich aufwendige Eingriffe nötig sein. Grundsätzlich gilt, je älter das Haus, desto dicker die Mauern und um so aufwendiger ist die Restaurierung. 

Streifenfundamente

Fast alle Häuser die vor ca. 1920 errichte worden sind verfügen über keinerlei Fundamente im herkömmlichen Sinne. Früher wurde die Erde ca. 50cm tief ausgeschachtet, Flusssteine eingebracht und darauf gemauert. Da vor Ort der Boden meist sehr lehmig ist, zieht sich dieser bei Trockenheit zusammen und dehnt sich bei Regen aus. Dies führt mittel- und langfristig zu Rissen im Mauerwerk. 

Abhilfe schafft hier das nachträgliche Erstellen von Streifenfundamenten. Hierzu wird abschnittweise die Erde innen und aussen entlang der tragenden Mauer ausgehoben, Bewehreisen verlegt und Betonfundamente gegossen. Alle ca. 2m wird dann unter dem Mauerwerk eine Querverbindung hergestellt. Je stärker das Mauerwerk umso aufwendiger sind die Arbeiten.

Ventilierter Boden

Um unter dem Haus die Feuchtigkeit abzutrocknen und um sich gegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen, wird zwischen den Streifenfundamente ein ventilierter Boden verleg,t auf dem ein ca. 6cm starke leicht bewehrte Betonschicht gegossen wird. Hierauf findet der weitere Bodenaufbau wie Isolierung, Fussbodenheizung, Estrich, Bodenbelag etc... statt.

Mauerkonsolidierung

Vielen alten Häuser, vor allem die vor 1880 errichtet wurden, haben eine Mauerstärke von 60cm und mehr und verfügen oft über ein Mischmauerwerk Ziegel/Stein. Früher wurden die Innen und Aussenmauer sichtbar gemauert, der Raum dazwischen wurde mit Lehm und Bruchstücken verfüllt. Hier entstehen im Laufe der Jahre durch Austrocknung, Setzungen, Insekten und anderen Einflüssen Hohlräume, die die Stabilität der Mauern beeinträchtigen können.

Zu Konsolidierung bohren wir das Mauerwerk im 30° Winkel alle 50cm in mehren Reihen versetzt an und injezieren mit einer speziellen Pumpe eine Konsolidierungsflüssigkeit, die durch das Mauerwerk kriecht, die einzelnen Bestandteile bindet und dort aushärtet.

Mauerwerkskonsolidierung

mit zertifizierten Produkten auf Biokalkbasis

Zwischendecken und Dächer

Durch äußere Witterungseinflüsse und Holzwürmer sind Zwischendecken und Dächer oft morsch und nicht mehr zu erhalten. In diesem Fall findet ein Rückbau und Palettisierung der alten Baumaterialien wie Balkensektionen, Ziegelplatten (Pianelle) und der Dachziegel (Coppi) statt. Den werden neue Balken, meist Eiche oder Kastanie verbaut. Diese werden gemäß Erdbebennorm entweder in einen betonierten Ringanker eingebunden oder durch Stahlprofile verbunden. Darauf wird die Lattung 6x8cm angebracht und darauf wieder die alten Pianelle verlegt. Alternativ kann zur Kosteneinsparung auf die Balken auch eine Holztäfelung verlegt werden. Die alten Eichenbalken aus dem Rückbau, bei denen oft die Enden, die im feuchten Mauerwerk eingebunden waren morsch sind, verwenden wir sichtbarals Fenster- oder Türstürze. 

Salzausblühungen, feuchte Wände und Sanierputz

Durch fehlende Fundamente und Drainagen sowie Tierhaltung im Erdgeschoss ist das Mauerwerk oft feucht und Salpetersalze bilden sich als weisser Flaum auf der Oberfläche aus.

Abhilfe schafft hier ein mehrlagiger Sanierputz auf Biokalkbasis. Durch die feinporige Struktur des Kalkputzes werden Salze im Mauerwerk blockiert und kommen nicht mehr zur Ausblühung an der Oberfläche. Zugleich führt die Atmungsaktivität des Kalkputzes zu einer langsamen Austrocknung des Mauerwerkes. Ein weiterer Vorteil des Biokalkputzes ist, dass der Tau-Punkt tiefer in das Mauerwerk verlegt wird und sich der Putz wärmer anfühlt als ein herkömmlicher Kalk-Zementputz. Zudem ist dieser stark Schimmelhemmend.  

Liebe zum Detail

Für nahezu alle Gewerke arbeiten wir mit lokalen Handwerkern zusammen

Kontakt

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